New Orleans und Plantagenleben

Teil 4

 

Auch wenn NEW ORLEANS als "The Big Easy" bezeichnet wird, so war doch das Leben vor allem für die arme Bevölkerung im Allgemeinen und für die Sklaven im Besonderen alles andere als easy. Der Schmerz und das Leid haben sich neben dem Blues auch dadurch ausgedrückt, dass vor allem die Jazzmusik eine Art heitere Leichtigkeit vermitteln sollte. Bis heute ist New Orleans das Zentrum des internationalen Jazz. Im French Quarter klingt Live-Musik aus unzähligen Bars und Clubs, Streetparades ziehen durch die Bourbon Street, es herrscht Party die ganze Nacht hindurch – und den Geist von Louis Armstrong spürt man an jeder Ecke.

 

Neben dem Schicksal, das die indianischen Ureinwohner erleiden mussten, zählt die SKLAVEREI wohl zu den dunkelsten Kapiteln der amerikanischen Geschichte. Die kitschige Südstaatenromantik wird schnell vom Winde verweht, wenn man sich diesem Teil der Geschichte widmet. Durch ungezügelte Profitgier der damaligen Plantagenbesitzer wurden die Hundertschaften an Sklaven bis ins Letzte ausgebeutet, sodass es keine Seltenheit war, dass Tageseinnahmen durch Zuckerrohr und Baumwolle den heutigen Gegenwert von einer halben Million Dollar erreichten. Es gab Feld-, Arbeits- und Haussklaven, die auf dem Sklavenmarkt, lt. Preisliste, mitunter schon ab 500 Dollar zu haben waren... Es wäre nicht Amerika, würde man nicht ein Nationales Denkmal wie die Oak Alley Plantation als „Besucherattraktion“ bezeichnen.


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  • Alfred Schretter

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